Radlagerung

Funktion der Detektorkarte

Zwischen feststehendem Achsschenkel und rotierender Radnabe sind wartungsarme und zuverlässige Verbindungen gefragt. Moderne Radlager sind daher komplexer gebaut und zeichnen sich durch lebenslange Schmierung und voreingestellte Lagerluft aus. Allerdings ist bei der Montage einiger Ausführungen neuester Radlager-Generationen die richtige Einbaulage zu beachten. 

Genau dafür haben wir unsere Detektorkarte entwickelt: Sie hilft zielsicher beim Einbau von Radlagertypen der 1. und 1T-Generation mit integriertem Multipolencoderring. Denn bei einem falsch eingebauten Lager funktioniert das sicherheitsrelevante ABS/ESP-System nicht. Außerdem lässt sich ein einmal falsch eingepresstes Radlager nicht noch einmal richtig herum montieren. Durch die Verwendung der Detektorkarte wird der Arbeitsaufwand in der Werkstatt minimiert und unnötigen Folgekosten vorgebeugt.

Hintergrundinformation
Lange galt bei der Radlagerung das herkömmliche zerlegbare Kegelrollenlager als Universallösung. Die Folge: Regelmäßige Schmier- und Einstellarbeiten, die – oft vernachlässigt – zu kostspieligen Ausfällen führten. Moderne Radlager sind mittlerweile wartungsfrei und langlebiger.

Darüber hinaus unterstützen sie auch Fahrerassistenz-Systeme wie ABS, ASR, ESP. Die Signale werden mittels magnetischem Multipolencoderring, der meist im Dichtring des Lagers integriert ist, an den jeweiligen Raddrehzahlgeber übermittelt, der als Hallgeber ausgeführt ist. Das Signal kann im Gegensatz zum Sinus-Signal, welches erst umgewandelt werden muss, sofort vom Steuergerät verarbeitet werden. Verschmutzungen, die bei herkömmlicher Signalgebung oft zu Ausfällen bei ABS-Systemen führten, werden somit
vermieden.

Radlager der neuesten Generationen sind in Zweiflanschausführung mit integriertem Geberring und zusätzlichem Sensor ausgestattet.